Ziel der Klinischen Forschergruppe 110 ist es, klinisch relevante Fragen der
Stammzellbiologie und Immunologie zu bearbeiten. Das Projekt liegt somit im
Schnittpunkt von grundlagenorientierter, krankheitsorientierter und
patientenorientierter Forschung ("Translational Research"). Dieses Ziel
läßt sich nur durch eine interdisziplinäre Anstrengung erreichen. Der
thematische Bogen der Einzelprojekte reicht von der Analyse retro- und
lentiviraler Gentransfertechniken in hämatopoetische Stammzellen, der
präklinischen Analysen von Stammzell-Gentherapieverfahren bei ausgewählten
Modellerkrankungen bis zum Studium der Entwicklung und Differenzierung
pluripotenter Stammzellen.
Ein Novum ist die Einbindung einer philosophisch-ethisch ausgerichteten
Arbeitsgruppe, welche am Beispiel der Einführung molekularer Therapiestrategien
in der Pädiatrie die damit verbundenen ethischen Problemfelder analysiert und
eine die naturwissenschaftlich-medizinische Forschung begleitende ethische
Reflexion konzipiert. Darüberhinaus wird in interdisziplinärer Kooperation ein
curriculares Konzept zur Vermittlung forschungsethischer Urteilskompetenz erarbeitet.