
Indikation:
V.a. Viszerale Leishmaniasis (Kala Azar) nach Aufenthalt in Endemiegebieten (u. a. Mittelmeerraum!). Die Erkrankung kann sich bis zu 2 Jahre nach dem Aufenthalt manifestieren.
s. auch Parasitologie - Leishmanien
Material: Serum
Verfahren:
Indirekter Immunfluoreszenztest (IFT)
Passiver Hämagglutinationstest (PHA)
Hinweise zur Bewertung:
|
Grenztiter: |
IFT |
80 (Erwachsene), 40 ( Kinder) |
|
PHA |
32 |
Als Screening Test fungiert der IFT. Bei übergrenzwertigen IFT-Titern wird als Bestätigungstest der PHA durchgeführt.
Bei Kala Azar werden i.d.R. Titer >= 320 (IFT) gefunden. Der Titerabfall nach spezifischer Therapie wird u. U. erst nach Monaten nachweisbar; ein Resttiter ("Serumnarbe") kann über Jahre persistieren.
Niedrigtitrige Kreuzreaktionen aufgrund von Antigengemeinschaft der Erreger kommen vor bei Trypanosomiasis (bes. Chagas), Malaria, Mykobakteriosen (Tuberkulose, Lepra).
Bei Personen aus Endemiegebieten ist mit Durchseuchungstitern zu rechnen.
Bei Mitteleuropäern mit Kurzaufenthalt im Endemiegebiet ist die Aussagekraft der Tests optimal.


Letzte Aktualisierung: 4.Oktober 2000
Anmerkungen und Kommentare an Ziesing.Stefan@MH-Hannover.DE.
Copyright D.Bitter-Suermann, S.Suerbaum 2003; V.i.S.d.P.: S.Suerbaum