(als Teil des Kurses Medizinische Mikrobiologie und Virologie)
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Lehrangebot des Instituts für Virologie
Wir bieten Lehrveranstaltungen an für Studenten der Medizin, Zahnmedizin, Biochemie und Biologie. Es besteht darüber hinaus für Studenten die Möglichkeit, mehrwöchige Labor/Fachpraktika in den verschiedenen Arbeitsgruppen des Instituts durchzuführen. Ferner besteht die Möglichkeit, an unserem wöchentlichen Virologischen Kolloquium teilzunehmen, bei dem interne und eingeladene Sprecher über ihre Forschungsprojekte berichten. Alle Arbeitsgruppen bieten Disserations- und Diplomarbeiten an.
Die Vorlesung 'Virologie für Mediziner’ wird drei mal pro Jahr, als Teil des modularisierten Blockkurses 'Mikrobiologie, Virologie, Hygiene’ abgehalten werden. Als Teil dieses Blockkurses stellt sie eine Pflichtveranstaltung dar. Die Vorlesung vermittelt das für Medizinstudenten wichtige Grundlagenwissen in Klinischer Virologie, mit ein paar 'Ausflügen’ in mehr grundlegende Aspekte, welche für das Verständnis von Zusammenhängen wesentlich sind.
In dieser Vorlesung werden die folgenden Themen abgedeckt (ändert sich geringfügig von Jahr zu Jahr): Allgemeine Virologie Hier werden allgemeine Prinzipien der Virologie erläutert. Was ist ein Virus, wie sind Viren aufgebaut, wie replizieren sie, wie reagiert der Organismus auf Virusinfektionen. Welche ihrer Bestandteile sind Angriffspunkte für Therapeutika, wie werden Viruserkrankungen diagnostiziert, wie sind die üblichen diagnostischen Tests aufgebaut, was für Patientenmaterialien können für die Diagnostik verwendet werden, welches ist die Aussagekraft verschiedener diagnostischer Tests, wie funktioniert die Viruskultur, wie erkennt man Viruswachstum in einer Kultur. Hepatitisviren Grundlagen und Epidemiologie von Hepatitis A Virus (HAV), Hepatitis B Virus (HBV), Hepatitis C Virus (HCV), Hepatitis E Virus (HEV). Andere Mitglieder im 'Hepatitis Alphabet’. Bedeutung in der Klinik, wie diagnostiziert man Infektionen mit diesen Viren, welche Impfungen gibt es und wer sollte geimpft werden, welche therapeutischen Möglichkeiten gibt es. ZNS Infektionen, einschließlich Poliomyelitis Welche Viren können die Ursache von Meningitis/Enzephalitis sein. Wie diagnostiziert man virale ZNS Infektionen. Epidemiologie und Replikation des Poliovirus. Stand WHO Kampagne zur Ausrottung des Poliovirus. HIV Aufbau, Replikation, Pathogenese und Epidemiologie der beiden humanen Lentiviren Humanes Immundefizienzvirus 1 und 2. Diagnostisches Vorgehen zur Feststellung einer HIV Infektion. Wirkungsprinzipien der bei HIV-Infektionen eingesetzten Virostatika und ihre Verwendung in der Klinik. Stand der Impfstoffentwicklung. Wo kommt HIV her und wie ist es ursprünglich auf den Menschen übertragen worden? Virusinfektionen in der Schwangerschaft Welche Viren verursachen Probleme für das ungeborene Kind? Epidemiologie und Pathogenese des Rötelnvirus und des humanen Parvovirus B19. Bedeutung der Infektion mit Varizella-Zoster Virus (VZV), Cytomegalovirus (CMV), Herpes simplex Virus (siehe auch Herpesvirusvorlesung) während der Schwangerschaft und in der Perinatalperiode. Bedeutung der Übertragung von Hepatitis B Virus (siehe auch Hepatitis Vorlesung) und HIV (siehe auch HIV Vorlesung) auf das ungeborene oder neugeborene Kind. Herpesviren Epidemiologie, Pathogenese und Diagnose der 8 humanen Vertreter der Familie Herpesviridae, Herpes Simplex Virus 1 und 2 (HSV-1,2), Varizella Zoster Virus (VZV), Cytomegalovirus (CMV), humanes Herpesvirus 6,7, Epstein-Barr Virus (EBV), Kaposi-Sarkoma Herpesvirus/Humanes Herpesvirus 8 (KSHV/HHV8). Die Rolle von EBV und HHV8/KSHV bei der Entstehung menschlicher Tumoren wird in der Vorlesung Tumorviren näher behandelt. Tumorviren Es gibt 6 Viren, welche beim Menschen mit der Entstehung von Tumoren in Verbindung gebracht wurden. Dazu gehören einige humane Papillomaviren (HPV), Hepatitis B Virus (HBV), Hepatitis C Virus (HCV), das Epstein-Barr Virus (EBV), das humane Herpesvirus 8/Kaposi Sarkom - assoziierte Virus (HHV8/KSHV), das humane T-lymphotrope Virus I (HTLV-I). In dieser Vorlesung sollen die Mechanismen, mittels derer diese Viren zur Tumorentstehung beitragen, herausgearbeitet werden. Ferner wird auf die Klassifizierung, Übertragung, Diagnostik von HPV und die Bedeutung einzelner HPV Vertreter für das Zervikalkarzinom sowie für prämaligne Läsionen der Zervix eingegangen werden. Ebenfalls wird die Epidemiologie von HTLV-I und seine Rolle in der Entstehung des Adulten T-Zell Lymphoms besprochen werden. Influenza, Parainfluenza Das Influenzavirus führt, ’dank’ der verheerenden weltweiten Epidemie von 1918/19 (’Spanische Influenza’) noch immer die Liste der Viren mit den höchsten Todesraten an, und hat in den Pandemien der Fünfziger und Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts wiederholt seine Fähigkeit bewiesen, eine signifikante Gefahr für alle Bevölkerungen darzustellen. Diese Vorlesung behandelt die Gründe für das wechselnde Verhalten dieses Virus, seinen Ursprung, die Impfung, sowie die Wirkungsweise und Verwendung von in den letzten Jahren entwickelten Medikamenten. Masern, Mumps, Respiratory Syncytial Virus (Paramyxoviren) Diese Gruppe von Viren verursacht vor allem Erkrankungen im Kindesalter. Es wird deren Aufbau, Übertragung, Impfstoffe besprochen werden. Respiratory Syncytial Virus (RSV), und sein erst letztes Jahr entdecktes Verwandter, das menschliche Metapneumovirus, sind wichtige Ursachen für Erkrankungen der oberen Luftwege bei kleinen Kindern. 'Neue Viren’, Prionen In den letzten Jahren sind mehrere neue Viren beim Menschen gefunden worden, welche zum Teil lebensbedrohliche Erkrankungen auslösen. Oft ist dies als Folge von Zoonosen (Übertragung von Viren der Tiere auf den Menschen) geschehen. Das promineteste Beispiel sind die von Prionen ausgelöste neue Variante der Creutzfeld-Jacob Erkrankung, aber auch einige seit langem bekannte, für den Menschen hochgefährliche, Viren fallen in diese Kategorie. Diese Vorlesung befasst sich mit den Prinzipien der Übertragung von Viren auf den Menschen, wie.z.B. das 'Reservoir’ für solche Viren, die Frage der 'Adaptation’ von Viren an den Menschen, Aufbau und postulierte Wirkungsweise von Prionen, u.a.m. Diese Vorlesung soll Verständnis dafür wecken, dass, trotz der Fortschritte der modernen Medizin und der öffentlichen Gesundheitssysteme in vielen Ländern es in regelmäßigen Abständen immer wieder zu Überraschungen in diesem Beeich kommt und wir für 'Emerging Infectious Diseases’ zumindest gedanklich vorbereitet sein sollten. Therapeutika Diese Vorlesung geht abschließend noch einmal auf die Möglichkeiten der antiviralen Therapie, die Wirkungsprinzipien der wichtigsten Virostatika, und das Problem der Resistenzentwicklung ein.
Dieses findet als 4-tägiges Blockpraktikum im Rahmen des Praktikums für Mikrobiologie, Virologie und Hygiene statt.
Für Studenten der Medizin sind, zusätzlich zu medizinischen Doktorarbeiten, kürzere Laborpraktika auf freiwilliger Basis möglich, z.B. zum Kennenlernen einer Arbeitsgruppe vor Beginn einer Dissertation. Interessierte sollten mit den Arbeitsgruppenleitern Kontakt aufnehmen (siehe Forschung).
Die Möglichkeit zur Famulatur im Bereich der Diagnostischen Virologie wird ebenfalls angeboten.
Alle experimentellen Arbeitsgruppen (siehe Forschung) bieten die Möglichkeit für Dissertationen, Diplomarbeiten und für kürzere Experimentalpraktika im Rahmen des Biologie- und Biochemiestudiums. Interessierte sollten mit den Arbeitsgruppenleitern Kontakt aufnehmen (siehe Forschung).
Diese Vorlesung wird gemeinsam mit Prof. Herrler, Inst. Virologie der Tiermedizinischen Hochschule Hannover, und Prof. Maas, Universität Hannover, abgehalten. Sie findet im Sommersemester am Dienstag von 17.00 - 18.00 Uhr im Seminarraum S70 des Gebäudes Theoretische Institute II der MHH statt.
Themen:
Für Studenten der Biologie bieten wir zwei 1 - 2 wöchige Praktika an.
I. Teil: Klinische Virologie
II. Teil: Molekulare Virologie
Alle experimentellen Arbeitsgruppen (siehe Forschung) bieten die Möglichkeit für Dissertationen, Diplomarbeiten und für kürzere Experimentalpraktika im Rahmen des Biologie- und Biochemiestudiums. Interessierte sollten mit den Arbeitsgruppenleitern Kontakt aufnehmen (siehe Forschung).
Diese Vorlesung wird gemeinsam mit Prof. Herrler, Inst. Virologie der Tiermedizinischen Hochschule Hannover, und Prof. Maas, Universität Hannover, abgehalten. Sie findet im Sommersemester am Dienstag von 17.00 - 18.00 Uhr im Seminarraum S70 des Gebäudes Theoretische Institute II der MHH statt.
Themen:
Allgemeine Einleitung
Verantwortlich: Dr. W. Verhagen
HIV Tumorviren Herpesviren Infektionen des ZNS Viren in der Schwangerschaft Orthomyxo-/Paramyxoviren Hepatitisviren
Wir bieten Laborpraktika im Rahmen der MTA Ausbildung an.
Verantwortlich: Frau J. Milzer
Themen und Sprecher für das WS 2003/2004 werden noch bekanntgegeben
Das Institut ist an zwei Journal Clubs beteiligt:
I. Journal Club der KSHV Gruppe: Der Journal Club steht allen Interessenten offen und bietet die Gelegenheit, die KSHV Arbeitsgruppe kennenzulernen.
II. Journal Club 'Molekulare Zellbiologie’
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