| ABCD-Regel |
Die ABCD-Regel findet bei der Untersuchung von Hautveränderungen Anwendung. Dabei gibt es vier charakteristische Eigenschaften für Hautkrebs (-> malignes Melanom): A: Asymmetrie, B: unregelmäßige Begrenzung, C: Farbunregelmäßigkeiten (Color), D: Durchmesser größer als 5 mm. |
| Abführmittel (Laxantien) |
Mittel, die die Darmtätigkeit anregen und die Darmentleerung fördern. Alle Abführmittel, auch die in vielen Tees enthaltenen natürlichen" Abführmittel verursachen bei Daueranwendung eine Reizung der Darmschleimhaut. Werden Abführmittel über lange Zeit und aus Gewohnheit angewendet (Abführmittelmissbrauch), kommt es zu Störungen des Wasserhaushalts und des Elektrolythaushalts. Außerdem geht der natürliche Stuhldrang verloren. Eine Umstellung der Ernährung auf ballaststoffreiche Nahrungsmittel (Ballaststoffe, Kleie) beugt Verstopfung vor und macht Medikamente auf Dauer meist überflüssig. |
| Absencen |
Kurzwährende Bewusstseinsstörungen mit Amnesie bei epileptischen Erkrankungen. |
| Abstoßung(sreaktion) |
Das Immunsystem des Menschen erkennt implantierte Organe aufgrund der unterschiedlichen HLA-Struktur als Fremdkörper, die es versucht zu zerstören, was zu der sogenannten Abstoßungsreaktion und im Extremfall zum Verlust des Transplants führt. |
| Abszess |
Ansammlung von Eiter im Gewebe. Meist verursacht durch eine Infektion. Der Eiter ist mittels Operation oder Drainage aus der Eiterhöhle zu entleeren. |
| Achromatopsie |
Totale Farbenblindheit. Die meisten als farbenblind gekennzeichneten Personen, überwiegend Männer, können lediglich rot und grün schlecht oder gar nicht unterscheiden. Zum völligen Ausfall des Farbunterscheidungsvermögens kann es infolge einer Hirnschädigung kommen, wenn ein bestimmtes Hirnzentrum, das für die Farbwahrnehmung verantwortlich ist, zerstört wurde. |
| Adams-Stokes-Anfall |
Bewusstlosigkeit durch Sauerstoffmangel des Gehirns bei schweren Herzrhythmusstörungen, benannt nach den beiden irischen Ärzten Robert Adams (179I-1875) und William Stokes (1804—1878). |
| Adenom |
Gutartiger Tumor in einer endokrinen (hormonbildenden) Drüse. Das Adenom selber kann hormonproduzierend sein, muss aber nicht. Beispiele: Schilddrüsenadenom, Hypophysenadenom, Nebennierenadenom. |
| Adipositas |
Fettleibigkeit. Ein zu hohes Körpergewicht ist unter anderem ein großer Risikofaktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und Veneverschluss |
| Aggregationshemmer |
Medikamente zur Hemmung der Zusammenballung von Blutplättchen und damit der Blutgerinnung.
AICD Automatischer implantierbarer Cardioverter/Defibrillator: Spezielles Aggregat, das abnormal schnelle Herzrhythmen erkennt und behandelt. Es besteht meist aus einem implantierten Impulsgenerator und einer oder mehreren Elektroden. Das System wird mit Hilfe eines externen Programmiergeräts eingestellt |
| akute Erkrankung |
Das plötzliche Auftreten einer Krankheit, z.B. ein akuter Schlaganfall. Danach folgt entweder Genesung oder die Krankheit wird chronisch |
| akzidentelles Herzgeräusch |
Harmloses Nebengeräusch am Herzen ohne krankhafte Bedeutung |
| Allergischer Schock - Anaphylaktischer Schock |
Plötzlich auftretende und schnell verlaufende allergische Reaktion, die sich im ganzen Körper abspielt und zum Tod führen kann - Besonders gefährdet sind Bienengift-Allergiker. Wird auch anaphylaktischer Schock genannt. |
| Alveolarproteinose |
Sehr seltene Erkrankung mit nicht bekannter Entstehungsursache, bei der die Alveolarräume der Lunge (Alveolen = Lungenbläschen, die Bereiche, wo der Gasaustausch zwischen Atemluft und Blut stattfindet) mit granulärem Material, bestehend aus Phospholipiden und Proteinen gefüllt sind. |
| Amaurosis fugax |
Flüchtige Blindheit auf einem Auge, die durch eine Mangeldurchblutung des Astes der Halsschlagader verursacht wird, der den Sehnerv versorgt. Ein charakteristisches Symptom bei TIA |
| analgetisch |
Gegen den Schmerz |
| Anamnese |
Vorgeschichte der Krankheit. Der Arzt fragt zum Beispiel nach früheren Erkrankungen, Symptomen und Beschwerden |
| Anastomose |
Angeborene oder chirurgisch geschaffene Verbindungen zwischen Gefäßen oder Kammern |
| Aneurisma |
Krankhafte, örtliche Ausweitung eines Blutgefäßes. Sie wird durch den erhöhten Druck vor einer Gefäßverengung verursacht |
| Aneurysmektomie |
Chirurgische Entfernung eines erweiterten Gefäßabschnittes (Aneurisma) |
| Angina pectoris |
Bezeichnung für die Symptome einer akuten Durchblutungsstörung der Herzgefäße: Symptome sind meist Brustschmerzen und Engegefühl |
| Anforderung (requirement> |
Erfordernis oder Erwartung, das oder die festgelegt, üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist. Damit ist die Anforderung die Spezifikation von Qualität: Anforderungen beinhalten sowohl Erfordernisse (gesetzliche Vorgaben, Richtlinien, Standards) als auch Erwartungen (u.a. Forderungen der Gesellschaft, Kapitalgeber, Patientenerwartungen), und können auf Strukturen, Prozesse und Ergebnisse bezogen werden. Aus der formulierten und ggf. dokumentierten Anforderungen können Qualitätsmerkmale abgeleitet (bzw. Qualitätsindikatoren definiert) werden. |
| Angiokardiographie |
Sondierung der Herzhöhlen und der Herzkranzgefäße (Koronarien) mittels spezieller dünner Schläuche (Katheter) zur Druckmessung und/oder Darstellung mit Röntgenskontrastmittel. Mögliche Zugangswege sind die Leisten- oder Ellenbeugengefäße. |
| Anterolateraler Infarkt |
Bezeichnung für einen Herzinfarkt, bei dem der Blutfluss zur Vorder- und Seitenwand des Herzens abgeschnitten ist |
| Anteroseptaler Infarkt |
Bezeichnung für einen Herzinfarkt, bei dem der Blutfluss zur Region vor der Herzkammerwand abgeschnitten ist.
Antikoagulanzien: Medikamente, die die Blutgerinnung hemmen |
| Antikoagulation |
Behandlung mit Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen |
| Antioxidanzien |
Substanzen, die schädliche Sauerstoffprodukte des Stoffwechsels abbauen. Beispiele sind Vitamin C und E |
| Aorta |
Hauptschlagader des menschlichen Körpers. Sie führt das sauerstoffreiche Blut aus der linken Herzkammer in den Körper |
| Aortenklappe |
Zwischen linker Herzkammer und Körperschlagader gelegene Herzklappe |
| Aorto-pulmonaler Shunt |
Chirurgisch geschaffene, gefäßartige Verbindung von der Körperschlagader zur Lungenschlagader. Sie wird zur Verbesserung der Lungendurchblutung angelegt |
| apallisches Syndrom |
Ein Koma, bei dem das Pallium (Großhirnrinde) vollständig ausgefallen ist, zum Beispiel durch Sauerstoffmangel bei einem Schlaganfall. Charakteristisch ist das Fehlen jeglicher Ansprechbarkeit. Hirnstammfunktionen (vegetative Funktionen) sind jedoch erhalten, so die Atmung und einige Reflexe möglich bleiben |
| Aphasie |
Eine Sprachstörung, das aufgrund der Schädigung des Gehirns bei einem Schlaganfall auftauchen kann. Dabei sieht der Patient ein Objekt oder eine Person zwar und nimmt sie als etwas Bekanntes wahr, findet aber das entsprechende Wort dafür nicht |
| Aphasiker |
Ein Patient mit einer erworbenen Störung des Sprachvermögens (Aphasie) |
| Apnoe |
Atemstillstand |
| Apoplex |
Schlaganfall, Hirnschlag |
| Apraxie |
Störung der Bewegungsplanung und / oder der Handlungsplanung |
| Arteria carotis |
Kopfschlagader. Eine der zwei Hauptarterien, die das Gehirn versorgt. Sie teilt sich in drei Äste: vordere, mittlere und hintere Gehirnarterien, bekannt als Arteria meningea anterior, Arteria meningea media und Arteria meningea posterior |
| Arteria vertebralis |
Wirbelarterie. Eine der zwei Hauptarterien, die das Gehirn mit sauerstoffreichem Blut versorgen |
| Arterie |
Blutgefäß, durch das sauerstoffreiches Blut aus dem Herzen dem Gewebe zugeführt wird
Arteriosklerose Gefäßverkalkung: Verengung der Gefäße durch Ablagerungen an den Gefäßinnenwänden |
| Artherothrombose |
Blutgerinnsel (Thrombus) in einer Arterie |
| Asystolie |
Herzstillstand |
| Aszites |
Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle |
| Ataxie |
Störung der Bewegungsabläufe |
| Atherom |
Synonym für eine artheriosklerotische Plaque. Ablagerung in der Gefäßwand |
| Atrium |
Vorhof, Vorkammer |
| AV-(Atrioventrikular) Klappen |
Klappen zwischen den Vorkammern und Kammern (Trikuspidalklappe und Mitralklappe) |
| AV-(Atrioventrikular)-Block |
Blockade der Erregungsleitung zwischen Herzvorhof und Herzkammer. Das Herz kann nicht mehr richtig schlagen |
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